Die kurze Antwort
Ragt das Bruchstück aus dem Zylinder heraus, ziehen Sie es mit einer feinen Flachzange gerade heraus — nicht drehen, nicht hebeln. Steckt es tief im Schloss, stochern Sie nichts hinein (kein Draht, niemals Kleber!), sondern lassen Sie es fachgerecht ziehen: Dann lässt sich der Zylinder oft retten und der Zweitschlüssel funktioniert wieder.
Warum brechen Schlüssel überhaupt ab?
Schlüssel sind Verschleißteile. Feine Risse durch jahrelanges Sperren, ein schwergängiger Zylinder, Gewalt beim Drehen oder Frost im Winter — irgendwann gibt das Metall nach. Meist bricht der Schlüssel genau dann ab, wenn man es eilig hat.
Das können Sie vorsichtig selbst versuchen
Wichtig: Niemals Sekundenkleber verwenden, um das Bruchstück „anzukleben" — das ruiniert den Zylinder endgültig und macht die Reparatur teurer.
- Ragt das Bruchstück heraus? Mit einer feinen Flachzange gerade herausziehen — nicht drehen, nicht hebeln.
- Etwas Grafitpuder oder Schlossspray kann helfen, das Bruchstück gängig zu machen.
- Steckt das Stück tief im Zylinder: nichts hineinstochern! Kleber, Draht oder Büroklammern verschlimmern es fast immer.
Wann der Fachmann ran muss
Sitzt das Bruchstück tief im Schloss oder lässt sich der Zylinder nicht mehr drehen, ist Spezialwerkzeug gefragt. Wir entfernen abgebrochene Schlüssel fachgerecht — oft lässt sich der Zylinder dabei retten. Falls nicht, tauschen wir ihn direkt vor Ort gegen einen neuen, auf Wunsch mit höherer Sicherheitsstufe — welche Zylinder infrage kommen, zeigt unsere Seite Schloss wechseln.
Danach: Ersatzschlüssel und Vorbeugung
- Lassen Sie von wichtigen Schlüsseln immer einen Zweitschlüssel anfertigen — bevor er gebraucht wird.
- Ein schwergängiges Schloss ist ein Warnsignal: einmal jährlich mit geeignetem Pflegespray warten — oder Sie überlassen uns das im Rahmen einer Wartung.
- Verbogene oder angerissene Schlüssel sofort ersetzen, nicht „noch ein bisschen weiterbenutzen".

